Entsetzt reagieren die in Deutschland erscheinenden türkischen Tageszeitungen auf aktuelle Erkenntnisse, wonach das Zwickauer Neonazi-Trio Geld vom Verfassungsschutz erhalten haben soll...
Auswertung der türkischen Zeitungen vom: 19. 12. 2011
TÜRKIYE: MORD MIT FÖRDERUNG VOM STAAT!
«Das Geld der Mörder kam vom deutschen Staat» titelt die national-islamische TÜRKIYE als Aufmacher ihrer heutigen Ausgabe. Auf diesem Wege habe der Verfassungsschutz die Identitäten der Neonazis bekommen wollen. «Mord mit Förderung vom Staat» nennt die Zeitung das Vorgehen.
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ABRECHNUNG MIT DEM RASSISMUS
«Wird Deutschland sich mit dem Rassismus auseinandersetzen?», fragt die national-islamische TÜRKIYE angesichts der «stockenden» Aufklärung der Serienmorde der Zwickauer Neonazi-Gruppe. Laut Zeitung werden die Taten immer unüberschaubarer, da immer neue Hinweise auf eine Verstrickung des Staates hindeuteten. «Die Bürokraten entschuldigen sich, versichern, dass sie beschämt sich angesichts der rassistischen Verbrechen – sie können aber keine Antworten darauf geben, warum eine seit den 1990er Jahren bekannte Gruppe diese Taten begehen kann, ohne gefasst zu werden». ----
FAMILIE FORDERT ERNSTHAFTE AUFKLÄRUNG DES BRANDES IN LUDWIGSHAFEN
«Klärt den Brand mit mehr Ernsthaftigkeit auf» schreibt die konservative SABAH und berichtet, dass die Eigentümer-Familie des von Türken bewohnten Hauses, das im Februar 2008 in Ludwigshafen von einem schweren Brand zerstört wurde, eine neue Untersuchung der damaligen Ereignisse gefordert hätten. Bei dem Brand waren neun Menschen getötet und rund 60 verletzt worden. Die Ermittler hatten damals ausländerfeindliche Motive ausgeschlossen. Nun beschwere sich Familie Karakaplan, dass – vor allem in den Medien – weiterhin von einem durch die Kinder der Familie entfachten Brand ausgegangen werde. Damit würden die Opfer erneut zu potenziellen Tätern gemacht. Es gebe allerdings viele Hinweise darauf, dass die Zwickauer Neonazi-Gruppe hinter dem Brand stecken könnte, so die Familie.
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POLAT: MIGRANTEN FÜHLEN SICH AUSGESCHLOSSEN UND VERLASSEN DEUTSCHLAND!
«Deutschland wird Migranten aufnehmen» titelt die auflagenstarke HÜRRIYET und berichtet über eine Konferenz in Hannover zum Thema Migration und Integration. Dort sei festgestellt worden, dass viele Migranten Deutschland in letzter Zeit verstärkt verließen, um in ihre Heimatländer zurückzukehren, obwohl Deutschland auf qualifizierte Arbeitskräfte angewiesen sei. Dabei spiele insbesondere die Tatsache eine Rolle, dass Migranten immer unzufriedener mit ihren Lebensumständen in Deutschland seien. «Genau jetzt, wo Deutschland dringend auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen ist, gehen diese in andere Staaten. Als Grund geben sie an, dass sie nicht zufrieden seien und sich ausgeschlossen fühlten», so die niedersächsische Landtagsabgeordnete der Grünen, Filiz Polat.
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