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«Sie wird mit Türken die Morde besprechen» schreibt die HÜRRIYET und meldet, dass die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, mit Vertretern von Migrantenorganisationen zusammentreffen werde...


Auswertung der türkischen Zeitungen  vom:  07. 12. 2011

 

 

WO WAR DIE TÜRKEI ALS NEONAZI-TERROR GESCHACH?

 

Die liberal-islamische ZAMAN fasst die Kritik des türkischen Außenministers Ahmet Davutoglu in der Schlagzeile zusammen: «Wo war die Türkei, wo waren unsere Konsulate als der Neonazi-Terror geschah». Bei einer Ansprache in einer Kölner Moschee zum Abschluss seines Deutschland-Besuchs habe Davutoglu ungewöhnliche Selbstkritik an den offiziellen türkischen Stellen geübt. «In all den Jahren seit den Neonazi-Morden – wo waren wir als Türkei, als türkische Konsulate, als türkische Einrichtungen?» fragt der Außenminister und stellt fest «Auch wir haben die betroffenen Familien nicht gesehen und sie allein gelassen. Davutoglu appelliert, im Zusammenhang mit den Verbrechen nicht von den «Deutschen» zu sprechen und nicht alle Deutschen als Rassisten anzusehen. «Die Rassisten, das sind nur eine Handvoll rechtsextremer Gruppierungen», so Davutoglu.

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SPD: HERKUNFT DARF KEIN SCHICKSAL SEIN

 

HÜRRIYET feiert auch heute wieder «Das spektakuläre Ergebnis» vom SPD-Parteitag, auf der die türkischstämmige Bundestagsabgeordnete Aydan Özoguz mit 86,8 Prozent der Delegiertenstimmen zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Partei gewählt wurde. Özoguz teilt ihre Freude in der Zeitung mit. «Natürlich habe ich mich gefreut. Und wie ich mich gefreut habe. Das Stimm-Ergebnis für mich war einfach überwältigend», so Özoguz. Nun würde sie von Verwandten aus der Türkei bis hin zu ihr gänzlich unbekannten Personen Glückwunsch-Anrufe erhalten. Zum Parteitag titelt die Zeitung weiter «Herkunft darf kein Schicksal sein». Die Delegierten auf dem SPD-Parteitag hätten unter der gleichnamigen Überschrift einen Leitantrag beschlossen:

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BÖHMER TRIFFT MIGRANTENORGANISATIONEN

 

«Sie wird mit Türken die Morde besprechen» schreibt die HÜRRIYET und meldet, dass die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, mit Vertretern von Migrantenorganisationen zusammentreffen werde, um die rassistische Mordserie und die bisherigen Erkenntnisse zu besprechen. Dabei werde danach gefragt, wie das Vertrauen der Migranten in den Rechtsstaat wieder gestärkt werden könne, welche Lehren aus den Angriffen gezogen werden könnten und wie den Angehörigen der Opfer zu begegnen sei.
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DAVUTOGLU: GEHT IN MOSCHEEN, ALEVITISCHE GEBETSHÄUSER UND KIRCHEN!

 

«Geht in die Moschee, die alevitischen Gebetshäuser und die Kirchen» schreibt das  Massenblatt SABAH auf seiner Titelseite und zitiert damit den türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu. Dieser habe bei einem Treffen der türkischen Generalkonsule in Köln die Weisung gegeben, dass es nicht mehr geht zu sagen: «Ich bin Laizist, deshalb gehe ich nicht in die Moschee. Ich besuche keine Kirche, da sich die muslimischen Bürger dagegen wehren könnten». Die Zeitung interpretiert diese Aussagen so, dass es der Beweis sei, dass Davutoglu alle im Ausland lebenden türkischstämmigen Bürger «akzeptiert, ganz gleich welcher Ethnie, Sprache oder Religion sie angehören». Die Zeitung freut sich über die künftige Wirkung dieses Verhaltens Davutoglus. «Auch wenn die heutige Regierung nicht mehr an der Macht ist, müssen alle zukünftigen Regierungen diesen eingeschlagenen Weg weitergehen», so die Zeitung.

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ANGEHÖRIGE DER OPFER KÖNNTEN HOHE ENTSCHÄDIGUNG VOM STAAT VERLANGEN!

 

«Sie könnten hohe Entschädigungssummen bekommen» titelt die SABAH und berichtet über Aussagen des türkischstämmigen Rechtsanwalts Hüseyin Sayan. Dieser habe betont, dass die Familien der Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), das Recht hätten, hohe Entschädigungssummen vom Staat zu verlangen. Dies lasse das deutsche Recht zu. Dafür müssten sich die Angehörigen Opfer aktiv bemühen und ihr Recht suchen, so Salan weiter.

 

 

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Donnerstag, 23. Februar 2012
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