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Alle in Deutschland erscheinenden türkischen Tageszeitungen freuen sich über den Goldenen Bären für den besten Film im Berlinale-Wettbewerb 2010, der an «Bal (Honig)» des türkischen Regisseurs Semih Kaplanoglu ging.

 

Auswertung der türkischen Zeitungen 
vom:   22. 02. 2010


· SABAH: DER BÄR IST ZUM HONIG GEKOMMEN

· ZAMAN: EIN GOLDENER BÄR WIE HONIG

· TÜRKIYE: DER BÄR IST MIT DEM HONIG GEFANGEN WORDEN

· HÜRRIYET: GOLDENE SCHANDE!

· MILLIYET: GOLDENE BÄR FÜR HONIG

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 Alle in Deutschland erscheinenden türkischen Tageszeitungen freuen sich über den Goldenen Bären für den besten Film im Berlinale-Wettbewerb 2010, der an «Bal (Honig)» des türkischen Regisseurs Semih Kaplanoglu ging. Allerdings wird die Freude auch getrübt durch Visa-Probleme.

«Der Bär ist zum Honig gekommen», heißt es in der SABAH. Damit sei «ein Witz, der seit Tagen in Berlin zu hören gewesen sei Wirklichkeit geworden und der Bär zum Honig gekommen». Zudem habe Regisseur Kaplanoglu darauf verwiesen, dass die Drehorte des Films und die lokale Umwelt vor der Gefahr stünden, durch geplante Energie-Kraftwerke zerstört zu werden. «Ich hoffe, dass der Film dabei helfen wird, dass diese Orte gerettet werden».
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«Ein Goldener Bär wie Honig», ist in der liberal-islamischen ZAMAN zu lesen. «Bei der 60. Berlinale sind Türken mit einem Lächeln belohnt worden». So habe bereits auch Staatspräsident Abdullah Gül Regisseur Kaplanoglu beglückwünscht und sich darüber erfreut gezeigt, «wie weit es der türkische Film gebracht hat».
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«Der Bär ist mit dem Honig gefangen worden», titelt die national-islamische TÜRKIYE. «Ich hoffe, dass dieser Erfolg den türkischen Film positiv beeinflusst und dafür sorgt, dass mehr derartige Filme gedereht werden können», so Kaplanoglu. Zudem habe der Regisseur darauf hingewiesen, dass viele der Schauspieler «wegen des kurzen Visums bereits vor der Siegerehrung in die Türkei zurückreisen mussten».
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«Goldene Schande», heißt es dagegen auf der Titelseite der konservativen HÜRRIYET. So echauffiert sich die Zeitung darüber, dass «der kleine, riesige Schauspieler des Films, Bora Altas, aufgrund der Visa-Bestimmungen nicht die Gelegenheit bekommen hat, den Bären anzufassen».. So habe für den siebenjährigen Schauspieler «das befristete Visum dafür gesorgt, dass er einen unvergesslichen Moment nicht erleben kann. Denn eigentlich gilt nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshof keine Vsium-Pflicht mehr für türkische Künstler. Doch Deutschland will sich nicht daran halten. Die EU-Staaten, die bei jeder Gelegenheit die Werte des Rechtsstaates anderen Ländern auf das Auge drücken, sind selber nicht bereit, die Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes umzusetzen. Und genau diese Respektlosigkeit sorgt dafür, dass der süße Honig für Bora bitter wird. Mehr noch, sie sorgt dafür, dass der Honig vergiftet wird.
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MILLIYET titelt mit der Schlagzeile «Goldener Bär für Honig» über den Erfolg des türkischen Regisseurs Semih Kaplanoglu. Nach 46 Jahren gehöre der «Goldene Bär» der Türkei. Auf der 60. Berlinale sei Kaplanoglu für den letzten Teil seiner Yusuf-Filmtrilogie, «Honig» mit dem «Goldenen Bären» ausgezeichnet worden.

Der Film erzählt die Geschichte eines sechsjährigen Jungen, dessen Vater auf mysteriöse Weise verschwindet. Regisseur Kaplanoglu bedankte sich in seiner Rede bei seiner Frau und Mutter sowie an allen, die ihn unterstützen. Während den Dreharbeiten im Wald seien sie einem Bär begegnet, der die Flucht ergriff, als er sie sah. Kaplanoglu deutete auf die Auszeichnung und sagte «Aber ich glaube, jetzt ist er hier». Bereits vor 46 Jahren hatte der Film «Susuz Yaz» (Trockener Sommer) von Metin Erksan den Goldenen Bären gewonnen.

 

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Montag, 06. September 2010
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