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Kaplan in Istanbul zu lebenslanger Haft verurteilt.Der aus Deutschland abgeschobene Islamistenführer Metin Kaplan ist in der Türkei zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Urteil des Istanbuler Schwurgerichtes
Lebenslänglich für Islamist Kaplan
Der aus Deutschland abgeschobene Islamistenführer Metin Kaplan ist in der Türkei zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Urteil des Istanbuler Schwurgerichtes erging nach einer fast zwölfstündigen Verhandlung, wie Kaplans Anwälte mitteilten. Vor der Urteilsverkündung hatte der "Kalif von Köln" erklärt, er halte das Verfahren für nicht rechtsstaatlich. Einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter lehnte das Gericht jedoch ab. Kaplans Anwalt Hüsnü Tuna kündigte an, er werde das Urteil anfechten.
Die drei Richter des Istanbuler Gerichts befanden den Gründer der Organisation "Kalifatsstaat" des Hochverrats für schuldig. Es sei erwiesen, dass der radikale Islamist 1998 einen Terroranschlag auf das Atatürk-Mausoleum in Ankara befohlen habe.
Das Urteil erging nach einer fast zwölfstündigen Verhandlung, teilten Kaplans Anwälte mit. Vor der Urteilsverkündung hatte der "Kalif von Köln" erklärt, er halte das Verfahren für nicht rechtsstaatlich. Einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter lehnte das Gericht jedoch ab. Kaplans Anwalt Hüsnü Tuna kündigte an, er werde das Urteil anfechten. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die Kaplan wegen insgesamt 13 Vergehen angeklagt hatte. Unter anderem wurde Kaplan vorgeworfen, während einer Feier zum 75. Jahrestag der Gründung der türkischen Republik ein mit Sprengstoff beladenes Flugzeug in Atatürks Mausoleum stürzen lassen. An der Gedenkstätte auf einem Berg bei Ankara versammelten sich zu dem Jubiläum tausende Menschen.
Am Tag vor dem Fest wurden 23 mutmaßliche Anhänger Kaplans verhaftet. Kaplan hatte geltend gemacht, die Anschuldigungen gegen ihn basierten auf Aussagen mutmaßlicher militanter Islamisten, die unter Folter zu Stande gekommen seien.
Kaplan saß in Deutschland eine vierjährige Haftstrafe wegen Aufrufs zum Mord an einem Konkurrenten ab. Erst die Abschaffung der Todesstrafe vor zwei Jahren und Maßnahmen gegen Folter ermöglichten die Auslieferung Kaplans in die Türkei. Er wurde nach jahrelangem Rechtsstreit Mitte Oktober abgeschoben. Er war der Kopf des inzwischen vom Bundesinnenministerium verbotenen radikalislamischen Kalifatstaats.
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