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Ahmet Iyidirli zum SPD-Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 84 gewählt

Ahmet Iyidirli zum SPD-Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 84 gewählt Ahmet Iyidirli ist im ersten Wahlgang als SPD-Direktkandidat für den Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg, Prenzlauer Berg Ost gewählt worden. Nach einer äußerst lebhaften Diskussion setzte sich der türkischstämmige Sozialdemokrat gegen die weiteren BewerberInnen Arne Grimm, Mark Rackles und Sibylle Schmidt auf der Wahlkreiskonferenz am 23. Juni 2005 durch. "Die Menschen stehen vor der Wahl, ob sie dem Marktradikalismus der Merkels und Westerwelles folgen wollen, oder ob sie den Kurs des sozialen Fortschritts mit der SPD und Gerhard Schröder gehen möchten", sagte Iyidirli. Aus seinen Tätigkeiten als Sozialarbeiter, Mieterberater und in der politischen Bildung wisse er, wie wichtig es sei, Wohlstand und soziale Gerechtigkeit dauerhaft zu sichern. "Wir brauchen sichere Arbeitnehmerrechte, soziale Sicherheit und gerechte Entlohnung", betonte der 49-jährige. Deshalb wolle er mithelfen, den von der SPD begonnenen Kurs der sozialen Erneuerung weiter zu führen, für gerechte Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt, solide finanzierte Sozialsysteme, für Teilhabe und für einen erneuerten gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sorgen. Iyidirli bekräftigte, dass die Stärken des Landes im Sinne einer sozialen Markwirtschaft weiter entwickelt werden müssten: "Unser Sozialmodell ist ein Erfolgsmodell, das zu verteidigen sich lohnt!" Mit Blick auf die sozialen Herausforderungen im Wahlkreis 84 unterstrich Ahmet Iyidirli, dass es für Familien und Kinder entscheidend sei, eine vernünftige und zukunftgerechte Bildungspolitik fortzusetzen. "Die Union und FDP wollen Studiengebühren einführen und gleichzeitig das BAföG abschaffen. Bildungserfolg darf aber nicht von der sozialen Herkunft der Eltern abhängig sein". Entschieden wandte sich Ahmet Iyidirli, der zugleich Bundesvorsitzender der türkischen Sozialdemokraten (HDF) ist, gegen jede Form von Rassismus oder Diskriminierung. "Niemand soll in Deutschland Angst haben müssen, weil er anders ist", sagte der tief im Kiez verwurzelte Iyidirli. Deutschland sei ein Einwanderungsland und werde es bleiben. Deshalb sei Migration "eine Zukunftsaufgabe für unsere Gesellschaft", eine "Herausforderung und eine Chance für uns zugleich". Aus seiner Sicht als Zuwanderer, der 1975 als Student aus der türkischen Industriestadt Eskisehir nach Berlin kam, sehe er Deutschlands Rolle in Europa und in der Welt als eine "Frieden stiftende". Deutschland sei eine "Friedensmacht", guter Nachbar nach innen und außen. Dass dies so bleibe, dafür wolle er sich in Zukunft einsetzen. �Ich trete den Wahlkampf als Berliner an. Ich bin nicht nur der Vertreter der Türken, sondern aller Bevölkerungsgruppen in meinem Wahlkreis�, erklärte Iyidirli, der seit 30 Jahren in Deutschland lebt. Im Anschluss an die Wahlkreiskonferenz forderte die Kreisdelegiertenversammlung mit großem Nachdruck, dass der Wahlkreiskandidat auch bei der Aufstellung der SPD-Landesliste auf einem der aussichtsreichen Plätze berücksichtigt wird. So wurde Ahmet Iyidirli für den 5. bzw. 6. Platz der Landesliste nominiert. Außerdem wurden die Listenkandidaturen der Berliner ASF-Vorsitzenden Mechthild Rawert (4. Platz) sowie des Juso-Bundesvorsitzenden Björn Böhning durch eine Nominierung von der Kreisvertreterversammlung der SPD Friedrichshain-Kreuzberg unterstützt.
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Dienstag, 22. Mai 2012
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