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Mindestens sechs Tote bei Bombenanschlag auf Zug in der Türkei. (PKK) für den Anschlag verantwortlich gemacht

- Kurdische Aufständische unter Verdacht Diyarbakir, 2. Juli (AFP) - Bei einem Bombenanschlag auf einen Zug im Osten der Türkei sind am Samstag mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mindestens acht Menschen erlitten Verletzungen, als der Sprengsatz am Samstagvormittag in der Provinz Bingöl explodierte und zwei Waggons zum Entgleisen brachte, wie das türkische Bahnunternehmen TCDD mitteilte. Mehrere Menschen seien schwer verletzt, sagte ein Bahnsprecher. Bei den Toten handele es sich sämtlich um Wachleute der Bahn. Die Bombe war auf den Gleisen deponiert und ferngezündet worden. In örtlichen Sicherheitskreisen wurden verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für den Anschlag verantwortlich gemacht. Durch die Explosion seien ein Fahrgastwagen und ein Güterwaggon aus den Schienen gesprungen, teilte die Bahngesellschaft mit. Der Zug habe etwa fünfzehn Waggons gehabt; in den drei Personenwaggons hätten sich zum Zeitpunkt des Anschlags zirka 45 Fahrgäste und elf Bahnmitarbeiter befunden. Der Zug war nach Angaben der Bahngesellschaft unterwegs von Elazig nach Tatvan. Der Anschlag ereignete sich etwa auf halber Strecke zwischen den Ortschaften Suveren und Genç. Der stellvertretende Präfekt von Bingöl, Fikret Zaman, sagte der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu, ein zweiter Zug sei in der Region ebenfalls angegriffen worden und entgleist. Der türkische Präsident Ahmet Nacdet Sezer verurteilte den Bombenanschlag und drückte den Opfern sein Mitgefühl aus. In einem Vorort von Diyarbakir, der größten Stadt im kurdischen Südosten des Landes, wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen drei Polizisten bei einem nächtlichen Bombenanschlag verletzt. Unbekannte hätten einen Sprengsatz ferngezündet, als eine Polizeistreife sich genähert habe, um das verdächtige Paket in Augenschein zu nehmen. Am Freitag hatte ein mutmaßlicher linksextremistischer Selbstmordattentäter in Ankara versucht, zum türkischen Justizminister Cemil Cicek vorzudringen. Er wurde jedoch von Sicherheitskräften abgefangen und nach kurzer Flucht von der Polizei erschossen.
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Samstag, 19. Mai 2012
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