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Schäuble: EU/Türkei-Frage aus Wahlkampf heraushalten...

Schäuble: EU/Türkei-Frage aus Wahlkampf heraushalten Berlin (ddp). Der CDU-Außenpolitiker Wolfgang Schäuble spricht sich dafür aus, die Türkei nicht zum Gegenstand von Wahlkampfstreitigkeiten zu machen. «Der Beschluss des Europäischen Rates, die Beitrittsverhandlungen im Oktober aufzunehmen, sollte umgesetzt werden, sobald die Türkei die gesetzten Bedingungen erfüllt,» sagte Schäuble in einem Gespräch mit dem Deutschen Depeschendienst (ddp). An die Entscheidung des Rates werde sich natürlich auch eine Unions-geführte Bundesregierung halten. «Die Verhandlungen sind ausdrücklich ergebnisoffen», sagte Schäuble, der nach Angaben von CSU-Chef Edmund Stoiber dem so genannten Kompetenzteam der Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) angehört. Die Union hält nach den Worten Schäubles an ihrer Auffassung fest, dass eine privilegierte Partnerschaft sowohl für die Türkei als auch für die Europäische Union die bessere Lösung sei. «Wenn man in Verhandlungen geht, dann hat man am Anfang häufig unterschiedliche Auffassungen. Verhandeln bedeutet aber, sich auf die Vorstellungen der anderen einzulassen.» Das gelte für alle Beteiligten. Die Grundsätze der Türkei-Politik der Union blieben unverändert, betonte Schäuble weiter: «Wir müssen die Entwicklung in der Türkei fördern, und wir wollen die Türkei eng mit uns verbunden halten. Das ist völlig unstreitig.»
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Samstag, 19. Mai 2012
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