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TÜRKEI-EU: Antwort von Gül an Merkel - Barosso: Keine Verschiebung
Außenminister Abdullah Gül hat in einem Interview mit der "Turkish Daily News" den Vorschlag einer ‚privilegierten Partnerschaft’ für die Türkei seitens der Vorsitzenden der Christlich-Demokratischen Union, Angela Merkel, als illegal und nicht ethisch bezeichnet. "Dieser Vorschlag setzt unseren seit einem halben Jahrhundert gezeigten Bemühungen ein Ende. Außerdem bildet er ein Hindernispotential für unsere zukünftigen Beziehungen. Die EU-Vollmitgliedschaft der Türkei war ein Ziel, das von Führern mit Vision wie Adenauer, de Gaulle und Mitterrand gesetzt wurde. Ich freue mich, dass auch die heutigen europäischen Führer diese Vision teilen. Ich bedauere aber, dass die Mitgliedschaft der Türkei für kurzfristige innere Interessen ausgenutzt wird. Ich bin sicher, dass die Verhandlungen am 3. Oktober beginnen werden, aber teile die Ansicht des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac, dass die Verhandlungen der Anfang eines langen und schwierigen Prozesses sein werden. Wenn die Bedingungen für die Türkei und die EU gereift sind, wird die Vollmitgliedschaft realisiert werden", sagte Gül.
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Barosso: Keine Verschiebung
Die EU-Mitgliedsstaaten stehen nach den Worten von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso geschlossen hinter den geplanten Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. "Bislang hat mir kein Land signalisiert, dass es den Beginn der Verhandlungen verschieben will", zitierte die polnische Zeitung "Gazeta Wyborcza" den Präsidenten gut einen Monat vor dem geplanten Gesprächsbeginn am 3. Oktober. "Die Europäische Kommission hat ein Verhandlungs-Projekt mit der Türkei vorbereitet. Es hängt von den Mitgliedsstaaten ab, dieses Projekt zu unterstützen oder nicht." (Hürriyet)
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Stoiber kritisiert Zusage Schröders
Aussagen der HÜRRIYET zufolge, habe der CSU-Vorsitzender Stoiber die Erklärungen Schröders, die Verhandlungen mit der Türkei fristgerecht aufzunehmen, scharf kritisiert. Dabei betonte Stoiber: "Schröder darf nicht unterzeichnen, denn zu diesem Zeitpunkt wird er nur noch faktisch Bundeskanzler sein." Ferner betont die HÜRRIYET, dass Stoiber bis heute bei jeder Wahlkampfveranstaltung seine Haltung gegen den EU-Beitritt der Türkei kundtue.
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