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FPÖ-Egger strikt gegen EU-Beitritt der Türkei, 50 österreichische Firmen sind in der Türkei ...


 

Die Vorarlberger Freiheitlichen unterstützen das FPÖ-Volksbegehren “Österreich bleib frei“ vom 6. bis 13. März 2006. Landesparteiobmann Dieter Egger und Klubobmann Fritz Amann betonten am Donnerstag bei einer Pressekonferenz ihre Befürwortung Europas, „aber nicht dieser EU“. Mit dem Volksbegehren wolle man aufzeigen, dass in Österreich große Skepsis gegenüber der Union in dieser Form herrsche.

Die bereits bekannten Ziel des Volksbegehrens sind die „Wahrung der Neutralität“, die „Vereitlung eines türkischen EU-Beitritts“ und die „Abwehr der EU-Verfassung“. Als Zielsetzung nannte Egger das Erreichen von österreichweit 100.000 gültigen Eintragungen, damit das Volksbegehren im Parlament behandelt werden muss.

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WIRTSCHAFTSKAMMER: Investitionen in Türkei vervielfachen

 

Türkei will nicht nur Seilbahnen, Zigaretten und Faltschachteln

Die Vorarlberger Seilbahnfirma Doppelmayr baut im türkischen "Kitzbühel" Uludag die mit 22 Kilometern längste Seilbahn der Welt um 20 Millionen Euro. Die Austria Tabak hat bei Izmir eine Zigarettenfabrik gekauft und bringt sie auf Vordermann. Mayr Melnhof hat in der Türkei ein Faltschachtelwerk. Voith Siemens mit Sitz in St. Pölten hat in der Türkei schon etliche Kraftwerke gebaut und eröffnet dort eine Niederlassung.

50 Firmen trauten sich

50 österreichische Firmen sind in der Türkei aktiv. Es sollen bald mehr werden. Denn die wirtschaftliche Lage hat sich stabilisiert. "Das Land ist für Investoren attraktiv", sagt Christian Bandera, Handelsdelegierter in Ankara.

Die Inflationsrate ist seit 2003 von 18,4 auf 7,8 Prozent 2005 gefallen. Das Bruttoinlandsprodukt wächst um 5,5 Prozent. Die Arbeitslosenrate ist auf 9,7 Prozent gefallen. Nicht zuletzt ist die Türkei als beitrittswilliger EU-Staat interessant. In 60 Prozent des Staatsgebietes werden Ansiedelungsprämien und andere Investitionssubventionen gezahlt. Deshalb will die Wirtschaftskammer den Aktivitäten österreichischer Firmen in der Türkei auf die Sprünge helfen.

Der Handel zwischen Österreich und der Türkei ist mit 1,5 Milliarden Euro verhältnismäßig klein. Die Türkei ist ein Markt mit 70 Millionen Einwohnern und "könnte mehr vertragen". Die Direktinvestitionen belaufen sich gar nur auf magere 150 Millionen Euro.

"Es gibt ein Riesenpotenzial, das zu heben ist", so Richard Schenz, der Vizepräsident der Wirtschaftskammer. Er war Montag und Dienstag in der Türkei für eine "Good will-Tour" bei der Spitze der Privatisierungsagentur und beim Industrieminister. Von den Banken über die E-Wirtschaft, die Lotterien, die Zuckerfabriken bis hin zur National-Fluglinie steht fast alles Staatliche zur Defizitabdeckung zum Verkauf. Schenz eröffnete auch das neue, größere Büro der Außenhandelsstelle Ankara.

50 Millionen Euro stehen für die Exportoffensive zur Verfügung. Die Türkei ist neben der Ukraine, Brasilien, Indien und Mexiko unter den besonders beworbenen Staaten. Am 21. März findet in der Wirtschaftskammer Oberösterreich ein Türkei-Infotag statt.

(Quelle: ÖO Nachrichten)

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Montag, 06. Februar 2012
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