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ARMENIEN für einen EU-Beitritt der Türkei. Symposium "Entwicklung der türkisch-armenischen Beziehungen und die Ereignisse von 1915"...

 

Armenien für einen EU-Beitritt der Türkei

Der armenische Staatspraesident Robert Kotscharijan sagte gestern in einer Pressekonferenz, Armenien sei nicht gegen den EU-Beitritt der Türkei, aber dagegen, dass der Türkei andere Vorbedingungen gestellt werden als den übrigen Kandidaten. "Unserer Meinung nach sollte man für die Türkei keine Bedingungen vorschieben, die sich an der strategischen Bedeutung, der Grösse oder Bevölkerungsrate orientieren." Kotscharijan hielt auch fest, dass Armenien mit der türkischen EU-Mitgliedschaft ein Nachbarland der EU werden könne. Bisher erklaerten armenische Funktionstraeger, sie haetten die Erwartung, dass die türkische Anerkennung des sogenannten Genozids an Armeniern als Bedingung für die EU-Mitgliedschaft gestellt wird.

Entwicklung der türkisch-armenischen Beziehungen

Das internationale Symposium "Entwicklung der türkisch-armenischen Beziehungen und die Ereignisse von 1915", veranstaltet vom Studien- und Durchführungszentrum ′Atatürk′ der Gazi-Universitaet, hat gestern unter Teilnahme von 53 in- und auslaendischen Wissenschaftlern begonnen. In seiner Eröffnungsrede sagte Prof. Dr. Yusuf Halacoglu, Leiter des Türkischen Geschichtsinstituts, dass mit den Behauptungen über ein Genozid an Armeniern eine Nation seelisch und psychisch unter Druck genommen werden soll. "Vor allem müssen sie mit uns Untersuchungen anstellen. Wie können sie sonst erwarten, dass wir die Parlamentsresolutionen akzeptieren?", sagte Halacoglu. Die Behauptungen könnten mit der Eröffnung aller Archive und beidseitiger Anhörung der Zeugen von 1915 ans Tageslicht gebracht werden, aeusserte Halacoglu und machte darauf aufmerksam, dass einige europaeische Laender im Namen der Menschenrechte das Sprechen der Wissenschaftler verhinderten und die Meinungsfreiheit einschraenkten. Dafür gab er das Verbot einer Enzyklopaedie in Frankreich an, die auch türkische Thesen beinhaltet. Auch Prof. Dr. Kadri Yamac, Rektor der Gazi-Universitaet, sagte, mit Abstimmungen in den Parlamenten könnte man nicht Geschichte schreiben. (ep/24.11.05)

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Samstag, 19. Mai 2012
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